Mann verlässt mit Reisetasche Wohnung

Spitalvergleich: unser QualiCheck

Ein Spitalvergleich lohnt sich. Je nach Aufenthaltsgrund gibt es Spitäler, in denen Sie besser aufgehoben sind. Unser QualiCheck informiert Sie über die Behandlungsqualität und die Patientenzufriedenheit in Schweizer Akutspitälern.

Jetzt vergleichen

Ihre Vorteile

  • QualiCheck ist für jedermann immer und überall erreichbar.
  • Intuitiv und mit wenigen Klicks erhalten Sie einen Überblick.
  • Zwölf verschiedene Qualitätsmerkmale helfen Ihnen, die Entscheidung ganz nach Ihren Bedürfnissen zu treffen.
  • Die Auswertung der Anzahl Eingriffe pro Jahr und Spital zeigt Ihnen, welches Spital über welche Kompetenz für die bevorstehende Operation verfügt.
  • Durch die Vergleichsmöglichkeit der Spitäler haben Sie mehr Transparenz und sehen sofort, wie die einzelnen Qualitätsmerkmale bewertet sind.
  • QualiCheck hilft Ihnen, das für Sie richtige Spital zu wählen.

So funktioniert es

Der Ersatz eines Kniegelenks oder das Entfernen von Nierensteinen – die Entscheidung für ein Spital ist ein wichtiger Schritt. Je besser Sie sich im Spital aufgehoben fühlen, desto entspannter verläuft die Behandlung. Wir helfen Ihnen, das Spital zu finden, welches Ihre persönlichen Kriterien erfüllt.

QualiCheck ist eine öffentliche Vergleichsplattform

Für jedermann zugänglich ist QualiCheck ein intuitives Tool zur Entscheidungshilfe. Mit wenigen Klicks werden Ihnen die Qualitätsmerkmale strukturiert und in verständlicher Form angezeigt. So sehen Sie auf einen Blick die Anzahl Eingriffe pro Krankheitsbild, die allgemeine Patientenzufriedenheit oder die Qualität der Pflege. Alle Angaben beruhen dabei auf CSS-eigenen und öffentlichen Datenquellen.

Rechtlicher Hinweis

Weiterführende Informationen zu den Quellen sowie eine Interpretation der Daten finden Sie unter Fragen und Antworten. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben wird keine Gewähr übernommen. Der Besuch der Webseite und die Benützung der dort enthaltenen Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung. Auf andere Webseiten führende Links und deren Inhalte werden nicht überprüft. Es wird auch keine Verantwortung dafür übernommen. Die Nutzung dieser Links erfolgt auf alleinige Verantwortung der Benutzerin oder des Benutzers. Bitte beachten Sie, dass QualiCheck lediglich zur Information dient. In Notfällen alarmieren Sie bitte unbedingt die bekannten Notfall-Organisationen bzw. Rettungsdienste.

Fragen und Antworten

Wie vergleichen wir die Spitäler?

Wir setzen uns für Qualität und Transparenz in der medizinischen Versorgung ein. So sorgen wir dafür, dass unser Gesundheitswesen auch in Zukunft eines der besten der Welt bleibt.

Die von uns publizierten Daten werden von den erwähnten Quellen vollkommen neutral (das heisst ungewichtet und nicht weiter bearbeitet) übernommen. Es entstehen keinerlei Vorteile – weder für die CSS noch für ein bestimmtes Spital.

Die Daten stammen einerseits aus unserer eigenen Patientenzufriedenheits-Befragung, die von einem unabhängigen Marktforschungsinstitut anonymisiert durchgeführt wird. Andererseits haben wir öffentlich zur Verfügung stehende Daten aus verschiedenen unabhängigen Quellen berücksichtigt, wie z. B. vom Verein für Qualitätsentwicklung (ANQ) in Spitälern und Kliniken oder vom Bundesamt für Gesundheit.

 

Was sind Fallzahlen?

Fallzahlen sagen aus, wie viele stationäre Eingriffe und Behandlungen im jeweiligen Spital in einem Jahr durchgeführt wurden. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass eine höhere Fallzahl mit mehr Erfahrung, sprich mehr Expertise und somit auch höherer Behandlungsqualität, einhergeht. Dennoch ist beim Vergleich von Spitälern zwingend zu beachten, dass die Grösse eines Spitals unweigerlich auch Einfluss auf die Höhe der Fallzahlen hat (beispielsweise beim Vergleich von Universitätsspital und Regionalspital). Zusätzlich können die behandelnden Ärzte in einem grossen Spital variieren, wohingegen in einem kleineren Spital möglicherweise ein und derselbe Arzt regelmässig eine bestimmte Behandlung oder Operation durchführt.

Die Fallzahlen werden auf Basis der SwissDRG (Swiss Diagnosis Related Groups) ermittelt. Die SwissDRG sind diagnosebezogene Fallgruppen. Sie bilden die Basis des Schweizer Fallpauschalen-Systems der Spitäler und sind an Diagnosen geknüpft. Nicht immer sind alle DRG-Codes eindeutig einer Diagnose zuzuordnen. Daher kann es sein, dass die im QualiCheck abgebildeten Fallzahlen teilweise von denen, die ein Spital für sich verzeichnet hat, abweichen. 

Um in Bezug auf Umfang und Detaillierung der Angaben eine für die breite Öffentlichkeit nutzbare Übersicht zu erstellen, wurden für QualiCheck ähnliche respektive verwandte Eingriffe und Behandlungen – wo sinnvoll – zusammengefasst.  

Wie sind Fallzahlen für Einzelstandorte und Spitalgruppen zu interpretieren?

Grundsätzlich verfügt jedes Spital über eine eigene Zahlstellenregisternummer (ZSR-Nr.). Basierend auf dieser werden die Fallzahlen erhoben. Bei Spitalverbunden kann es sein, dass:

  • für alle Spitäler dieselbe ZSR-Nr. oder
  • für jedes einzelne Spital eine eigene ZSR-Nr. oder
  • für einzelne Spitäler innerhalb des Verbundes eine eigene ZSR-Nr. verwendet wird.

Dies bedeutet für die Interpretation der Fallzahlen:

  • Die Ausweisung der Fallzahlen erfolgt für den gesamten Verbund. Eine für den gesamten Verbund hohe Fallzahl lässt sich somit nicht auf das einzelne Spital übertragen. 
  • Die Ausweisung der Fallzahlen erfolgt für die einzelnen Spitäler / Standorte.
  • Die Ausweisung der Fallzahlen erfolgt einerseits für einzelne Spitäler (mit eigener ZSR-Nr.) wie auch für den Verbund (eine ZSR-Nr. für mehrere Standorte).

Welche Qualitätsindikatoren werden angezeigt und welche nicht?

Die publizierten Indikatoren CSS- und ANQ-Patientenzufriedenheit, CSS-Assessment, Fallzahlen, Wundinfektionsrate, Rehospitalisationen sowie Druckgeschwüre sind in ihrer Aussage und Interpretation zu unterscheiden. Die CSS- und ANQ-Patientenzufriedenheit stellen eine subjektive Behandlungs- respektive Ergebnisqualität dar. Fallzahlen, Wundinfektionsrate, Rehospitalisationen sowie Druckgeschwüre bilden eine objektive Behandlungs- respektive Ergebnisqualität ab. Grundsätzlich nicht abgebildet werden Prozess- oder Strukturqualität wie zum Beispiel Infrastruktur des Spitals, Stand der Aus- und Weiterbildung des Personals, Dokumentation der Krankengeschichten, verschiedene Konzepte wie Notfall, Palliative Care etc. sowie disziplinäre und interdisziplinäre Abläufe und Gegebenheiten. Diese werden stattdessen in den «Assessments Qualität» der CSS Versicherung vor Ort im Spital durch unsere erfahrenen Fachspezialisten erfragt und in den Kategorien Hygiene, Pflege sowie Qualitäts- und Risikomanagement abgebildet.

Woher stammen die Daten?

Die veröffentlichten Qualitätsdaten der Schweizer Akutspitäler stammen sowohl aus öffentlichen Quellen (z. B. ANQ) als auch aus CSS-eigenen Erhebungen. Zur besseren Verständlichkeit wurden die Daten angepasst respektive bearbeitet (z. B. Rundung auf zwei Nachkommastellen, Berechnung des Mittelwertes aller Fragen aus einer Kategorie etc.).

Zu den öffentlichen Quellen gehören

  • die Daten des ANQ: Wundinfektionen, Druckgeschwüre (Dekubiti) Kategorien 1–4, Patientenzufriedenheitsbefragung sowie Rehospitalisationen
  • das Bundesamt für Gesundheit (BAG): Fallzahlen

Zu CSS-eigenen Erhebungen gehören

  • die Patientenzufriedenheitsbefragung: ausgewertet durch ValueQuest.
  • das CSS-Assessment

Wann werden die Daten aktualisiert?

Grundsätzlich werden alle Daten, das heisst CSS-eigene sowie öffentlich verfügbare, so rasch wie möglich aktualisiert. Sollten keine aktuellen Zahlen verfügbar sein, bleiben die des Vorjahres bestehen. Somit können publizierte Resultate aus unterschiedlichen Jahren stammen.

Fallzahlen DRG – 2016
CSS Patientenzufriedenheitsbefragung – 2015, 2016, 2017, 2018, 2019
ANQ Patientenzufriedenheitsbefragung – 2018
Druckgeschwürraten – 2018
Wundinfektionsraten – 2017, 2019
Rehospitalisationen – 2017
Weitere Qualitätsinformationen – 2016, 2017, 2018, 2019

Die CSS Patientenzufriedenheitsbefragung wird ab 2019 jährlich und über einen einheitlichen Zeitraum von sechs Monaten durchgeführt. Sind zu dem von Ihnen gesuchten Spital keine Angaben verfügbar, bedeutet dies, dass das Spital entweder nicht befragt wurde oder die Rücklaufzahlen zu gering waren. In diesem Fall sehen wir – mangels Aussagekraft – von einer Publikation der Daten ab.

Was ist ein Akutspital?

Ein Akutspital ist ein allgemeines Krankenhaus im klassischen Sinne und dient der Untersuchung, Behandlung und Pflege von Patienten. Jedes Akutspital verfügt über einen kantonalen Leistungsauftrag. Damit ist das Spital autorisiert, entsprechende Operationen und Behandlungen durchzuführen.

Wer ist der ANQ?

Der ANQ («Association nationale pour le développement de la qualité dans les hôpitaux et les cliniques») ist ein nationaler Verein für Qualitätsentwicklung in Spitälern und Kliniken.

Wer ist das BAG?

Das BAG (Bundesamt für Gesundheit) ist Teil des Eidgenössischen Departements des Innern und – zusammen mit den Kantonen – verantwortlich für die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung und für die Entwicklung der nationalen Gesundheitspolitik.

Wer ist ValueQuest?

ValueQuest ist ein wissenschaftlich fundiertes Marktforschungsunternehmen, welches seit mehreren Jahren erfolgreich für die CSS Patientenzufriedenheitsbefragungen durchführt.

Wie werden die Suchergebnisse sortiert / angezeigt?

Die Rangierung der angezeigten Spitäler erfolgt über die Höhe der Fallzahlen. Wenn Sie zum Beispiel nach einem Krankheitsbild suchen – ohne Eingabe von Ort, Kanton oder Spital im Textfeld –, werden die sechs Spitäler (absteigend) angezeigt, die schweizweit die höchsten Fallzahlen aufweisen. Wird kein Krankheitsbild im Textfeld eingegeben, beziehen sich die im Suchergebnis angezeigten Fallzahlen immer auf das gesamte Spital. Ist die Höhe der Fallzahlen der angezeigten Spitäler identisch, erfolgt die Rangierung in alphabetischer Reihenfolge. In der Spitalvergleichsansicht können die Werte der Qualitätsindikatoren zusätzlich noch auf- und absteigend sortiert werden.

Weshalb werden für ein von mir ausgewähltes Spital keine Qualitätsdaten angezeigt? (Anzeigetext «Keine Angaben»)

Mögliche Gründe dafür sind:

  • Das Spital hat keine Daten erhoben
  • Die Daten sind noch in Bearbeitung und noch nicht veröffentlicht
  • Ein Dispens beim ANQ liegt vor und das Spital ist für die laufende Messung freigestellt
  • Die Datenqualität ist so gering, dass sie nicht dargestellt werden kann
  • Die Rücklaufquote ist so gering, dass sie nicht dargestellt werden kann
  • Das Spital hat explizit darum gebeten, die Daten nicht zu veröffentlichen bzw. sieht grundsätzlich von einer Veröffentlichung ab
  • Die CSS hat bei diesem Spital noch keine Patientenzufriedenheitsbefragung durchgeführt

Weshalb hat das von mir gesuchte Spital einen anderen Namen?

Es wurde die gängige Namensgebung des Spitals verwendet. Möglich ist auch, dass das Spital einer Spitalgruppe beigetreten ist und es in der Folge zu einer Namensänderung kam. Im Zweifelsfall empfehlen wir die Suche über den Ort.

Warum wird ein von mir gesuchtes Spital überhaupt nicht angezeigt?

Das Spital ist entweder kein Akutspital (sondern zum Beispiel eine Rehabilitationsklinik) oder das Spital wurde geschlossen. Es werden nur Qualitätskennzahlen von Spitälern publiziert, die in Betrieb sind.

Warum werden genau diese und nicht andere Spitäler im Umkreis angezeigt?

Sie beginnen Ihre Suche mit der Eingabe von Krankheitsbild und Ort. Verfügt der Ort jedoch über kein Spital (in der Nähe), wird die Suche so lange erweitert, bis mindestens ein Spital angezeigt wird, für welches Fallzahlen im gesuchten Krankheitsbild verfügbar sind.

Wieso wird die höchste, positive Dekubitusrate rot und somit als schlechtes Resultat angezeigt?

Werte, die unter null liegen, geben an, dass das Auftreten von Druckgeschwüren im Vergleich zum Durchschnitt der Spitäler seltener ist. Bei Werten über null treten Druckgeschwüre häufiger als im Durchschnitt auf. «–2» ist somit besser als «–1», «–1» ist besser als «1» und «0» ist durchschnittlich.

Wie funktioniert das mobile QualiCheck?

Bei der mobilen Version stehen Ihnen – abgesehen von der Karte und den Mannequins – sämtliche Funktionen analog zur Desktop-Version zur Verfügung.

Was ist der Hintergrund der CSS-eigenen Befragung und welche Kennzahlen und Informationen der Patientenzufriedenheitsbefragung werden angezeigt?

Die CSS befragt seit 2014 ihre Versicherten nach einem stationären Aufenthalt im Akutspital zu ihrer Zufriedenheit im Allgemeinen. Befragt werden Versicherte, welche 18 Jahre alt sind, mindestens eine Nacht im Spital verbracht haben und deren Aufenthalt zum Zeitpunkt der Befragung nicht länger als drei Monate zurückliegt. Innerhalb eines Jahres wird ein Versicherter nur einmal zu einem Spital- oder Reha-Aufenthalt befragt.

Bitte beachten Sie bei der Interpretation der Resultate, dass diese nicht risikoadjustiert sind. Eine Risikoadjustierung von Qualitätsindikatoren bedeutet, dass patientenbezogene Faktoren wie zum Beispiel Alter, Länge des Aufenthaltes oder Vorerkrankungen sowie die unterschiedliche Verteilung dieser Risiken (Patientenmix) zwischen den Spitälern ebenfalls in die Berechnung einfliessen. Somit muss eine niedrigere Patientenzufriedenheit nicht zwangsläufig mit einer schlechteren Ergebnisqualität einhergehen.

Der Fragebogen beinhaltet 21 Hauptfragen aus unterschiedlichen Kategorien (beispielsweise «Administrative Abläufe», «Ärzte» etc.). Eine Kategorie kann mehrere Fragen beinhalten, deren Resultate als Mittelwerte ausgewiesen sind. Details zu den einzelnen Fragen und Kategorien finden Sie im Fragebogen Patientenzufriedenheit.

Da auch unvollständige Fragebogen (Beispiel: In der Kategorie «Ärzte» mit sieben Fragen wurden nur vier beantwortet) ausgewertet werden, kann es vorkommen, dass die ausgewiesene Anzahl der Rückmeldungen variiert. Bei der angewandten Skala von 1–6 (Schweizer Schulnotensystem) entspricht 1 der schlechtesten («überhaupt nicht») und 6 der besten («voll und ganz») Bewertung.

Insgesamt erreichen wir bei unseren Befragungen regelmässig hohe Rücklaufquoten. Bitte beachten Sie, dass dennoch nicht alle Spitäler eine grosse Anzahl von Bewertungen ausweisen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass nicht überall gleich viele CSS-Versicherte behandelt und somit befragt wurden.

Hinweis: Ebenfalls befragt werden seit 2016 CSS-Versicherte, die einen stationären Rehaklinik-Aufenthalt hatten. Diese Ergebnisse sind noch nicht im QualiCheck publiziert.

Was ist der Hintergrund der ANQ-Befragung und was wird angezeigt?

Die Patientenzufriedenheitsbefragung des ANQ wird ab 2020 alle zwei Jahre im Frühjahr durchgeführt. Zielgruppe sind Patienten ab 18 Jahren, die mindestens eine Nacht im Spital verbracht haben und im September ausgetreten sind.

Die Befragung umfasst sechs Fragen, wobei deren Antwortmöglichkeiten unterschiedlich sind. Bei den ersten fünf Fragen ist 1 (negativste Antwort) bis 5 (positivste Antwort), bei der sechsten Frage ist 1 (zu kurz) bis 3 (zu lang) auszuwählen. Aufgrund dieser unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten wird auf QualiCheck lediglich der Mittelwert der ersten fünf Fragen als Resultat abgebildet. Der Mittelwert bildet sich aus allen auf den jeweiligen Standort bezogenen Fragen, zu gleichen Teilen gewichtet.

Die Fragen lauten:

  • Wie beurteilen Sie die Qualität der Behandlung (durch Ärztinnen / Ärzte und Pflegefachpersonen)?
  • Hatten Sie die Möglichkeit, Fragen zu stellen?
  • Erhielten Sie verständliche Antworten auf Ihre Fragen?
  • Wurde Ihnen der Zweck der Medikamente, die Sie zu Hause einnehmen sollten, verständlich erklärt?
  • Wie war die Organisation Ihres Spitalaustritts?
  • Wie empfanden Sie die Dauer Ihres Spitalaufenthaltes?

Ziel des ANQ ist es, die Messergebnisse der Zufriedenheitsbefragungen landesweit abbilden und miteinander vergleichen zu können. Aus diesem Grund werden alle Messergebnisse risikoadjustiert. Im Bereich der Akutsomatik wird diese Risikoadjustierung unter anderem anhand von Alter, Geschlecht und Aufenthaltsort nach dem Austritt vorgenommen. Spitäler mit weniger als 50 auswertbaren Fragebögen werden nicht in den Messungen berücksichtigt.

Was ist der Hintergrund der CSS-Assessments und welchen Nutzen können Leistungserbringer und Patienten daraus ziehen?

Die CSS Versicherung wünscht sich als grösster Krankenversicherer für ihre Kunden / Patienten nachvollziehbare Qualitätsdaten und mehr Transparenz in der Qualitätssicherung in den Spitälern, Rehabilitationskliniken und Psychiatrien.

Durch die Fachspezialisten der CSS wurden verschiedene Qualitätskriterien aus Sicht der Kunden evaluiert und in einem Kriterienkatalog zusammengestellt. Diese Kriterien werden in Assessments vor Ort im Spital erfragt und bewertet. Wir sehen den Mehrwert der Assessments für die Kunden und Spitäler zum einen im 360-Grad-Blick, den die Kunden / Patienten in Bezug auf die umgesetzten Qualitätsmassnahmen in der Klinik und deren Weiterentwicklung erhalten. Zum anderen ist es eine Möglichkeit für Spitäler, Rehabilitationskliniken und psychiatrische Kliniken, aufzuzeigen, wie sie sich täglich für ihre Patienten engagieren.

Was ist ein Druckgeschwür?

Ein Druckgeschwür (Dekubitus) ist eine Schädigung der Haut und des darunterliegenden Gewebes. Mögliche Ursachen können unzureichende oder fehlerhafte Pflege (z. B. falsche oder langanhaltende, einseitige Lagerung des Patienten) sein. Daher gilt die Häufigkeit und Ausprägung von Druckgeschwüren auch als Indikator für die Pflegequalität. Die publizierten Werte der Kategorie 1–4 (d. h. alle Arten von Druckgeschwüren, sowohl leichtere (1) als auch schwere (4)) beziehen sich auf das gesamte Spital und nicht auf ein spezifisches Krankheitsbild. Relevant ist dieser Indikator vor allem für Patienten, denen ein längerer Spitalaufenthalt bevorsteht und/oder die ein grösseres Risiko tragen, ein Druckgeschwür zu entwickeln.

Wie wird ein Druckgeschwür gemessen und wie ist das Resultat zu interpretieren?

Die Messung erfolgt jeweils an einem bestimmten Tag im Jahr (Prävalenzmessung). Die Ergebnisse werden als Residuum (der für das Spital berechnete Wert) risikoadjustiert ausgewiesen; das bedeutet, dass patientenbezogene Faktoren wie Alter, Länge des Aufenthaltes etc. ebenfalls in die Berechnung einfliessen. Werte unter null geben an, dass das Auftreten von Druckgeschwüren im Vergleich zum Durchschnitt der Spitäler seltener ist. Bei Werten über null treten Druckgeschwüre häufiger als beim Durchschnitt auf: «–2» ist somit besser als «–1» und «–1» ist besser als «1». «0» ist durchschnittlich. Hinweis: Aufgrund des Stichtages kann es zu Verzerrungen kommen, da nicht alle Patientengruppen an einem Tag berücksichtigt werden können.

Was ist eine Rehospitalisation?

Eine Rehospitalisation ist nicht wünschenswert. Sie bedeutet, dass der Patient nach erfolgtem Spitalaustritt wieder ins Spital zurückgehen muss – und zwar aufgrund eines bereits bekannten Problems bei vorangegangenem Spitaleintritt. Es handelt sich deshalb um ein unerwünschtes Ereignis, dessen Ursachen vielfältig sein können. Es bedeutet jedoch nicht, dass alle Rehospitalisationen auf das Spital zurückzuführen sind oder dass diese hätten vermieden werden können. Aus diesem Grund weist der Indikator (Ratio = Quotient) niemals einen Wert von null aus (Normwert der Ratio = 1.0). Treten Rehospitalisationen gehäuft auf, sollte das Spital deren Ursachen ausfindig machen, bevor unzulängliche Schlussfolgerungen bezüglich Qualität der Austrittsvorbereitungen gemacht werden.

Eine Rehospitalisation ist potentiell vermeidbar, wenn:

  • sie beim letzten Spitalaustritt nicht vorhersehbar ist
  • innert 30 Tagen nach Entlassung erfolgt
  • durch mindestens eine bei Austritt bekannte Krankheit verursacht wird.

Für die Berechnung werden alle stationären Patienten, einschliesslich Kinder, berücksichtigt. Nicht in die Berechnung eingeschlossen sind:

  • Verstorbene oder in ein anderes Spital verlegte Patienten
  • gesunde Neugeborene
  • Patienten der Tageschirurgie
  • Patienten mit Wohnsitz im Ausland

Der Indikator (Ratio) zielt in erster Linie darauf ab, folgende Punkte zu überprüfen:

  • War der Austritt gut vorbereitet?
  • Waren die Diagnosen klar?
  • Fand eine angemessene Austrittsbehandlung statt?
  • Wurde eine ambulante Pflege nach dem Austritt geplant?
  • Hat der behandelnde Arzt die Angehörigen oder bei Bedarf den Krankenpflegedienst informiert?

Was ist die Wundinfektionsrate?

Eine postoperative Wundinfektion bezeichnet eine Infektion, die innerhalb eines Monats – respektive zwölf Monaten bei definierten Eingriffen – nach der Operation am behandelten Körperbereich / Organ auftritt. Die ausgewiesene risikoadjustierte Wundinfektionsrate bezieht sich auf das gesamte Spital und beinhaltet sämtliche Infektionstypen, das heisst sowohl oberflächliche als auch tiefe Infektionen in Organen oder Hohlräumen. Eine Risikoadjustierung von Qualitätsindikatoren bedeutet, dass patientenbezogene Faktoren wie zum Beispiel Alter, Länge des Aufenthaltes oder Vorerkrankungen sowie die  unterschiedliche Verteilung dieser Risiken (Patientenmix) zwischen den Spitälern ebenfalls in die Berechnung einfliessen.

Alle dem ANQ beigetretenen Spitäler sind zur Teilnahme an der Messung verpflichtet. Von insgesamt zehn Indexoperationen sind zwei freiwillig; aus den verbleibenden acht müssen drei für die Messung ausgewählt und erfasst werden. Alle Spitäler, deren Leistungsangebot Dickdarmchirurgie beinhaltet, müssen diese Wundinfektionsmessung verpflichtend durchführen.

In QualiCheck finden Sie die Wundinfektionsraten auf der Detailansicht des Spitals. Für eine Vergleichbarkeit der Spitäler in Bezug auf ein gewähltes Krankheitsbild (z. B. Verdauungsapparat) wurde hier stellvertretend die aus unserer Sicht am häufigsten gemessene respektive vorkommende Wundinfektionsrate (dementsprechend Dickdarm) abgebildet. Zudem sehen Sie in der blauen Box die verfügbaren Wundinfektionsraten, wenn Sie ein Krankheitsbild ausgewählt haben. Eine Übersicht aller gemessenen und ausgewiesenen Wundinfektionsraten finden Sie jeweils in der Detailansicht des Spitals.

Was ist eine Rehabilitation?

Eine Rehabilitation dient dazu, den Gesundheitszustand eines Patienten nach einer Operation, einer schweren Erkrankung oder einem Unfall zu verbessern. Um dies zu erreichen, arbeiten Ärzte, Pflegefachkräfte und Therapeuten (z. B. Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden) eng zusammen. Während einer Rehabilitation werden Patienten gezielt therapiert, damit sie ihre Lebensgestaltung möglichst bald wieder selbständig aufnehmen können. Neben der medizinischen Betreuung werden die Patienten – teilweise auch die Angehörigen – sozialdienstlich beraten. Ziel ist es, dass die Betroffenen weitgehend unabhängig ihren Alltag bewältigen können.

Eine Rehabilitation kann ambulant, teilstationär (in Tageskliniken) oder stationär (in einer Rehabilitationsklinik) erfolgen.