Schweisstreibende Wal­lun­gen in den Wechseljahren

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Plötzliche Hitzewallungen machen vielen Frauen in den Wechseljahren zu schaffen. Ein paar hilfreiche Tipps helfen Betroffenen dabei, gelassener mit dieser unangenehmen Begleit­erscheinung der hormonellen Umstellung umzugehen.

Hitzewallungen: Was sind die Ursachen?

Die meisten Frauen leiden in den Wechseljahren unter Hitzewallungen. Die plötzlichen Schweissausbrüche treffen jedoch nicht jede Frau gleich häufig, lang und intensiv. Genau erforscht sind die Ursachen für die unangenehmen Hitzeschübe nicht. Experten gehen jedoch davon aus, dass der zunehmende Östrogenmangel dazu führt, dass der Körper mehr Adrenalin ausschüttet. Dies führt wiederrum zu den Hitzewallungen, die auch nachts vorkommen können.

Typische Symptome

  • Die meistens als unangenehm empfundenen Hitzewallungen können mehrmals täglich vorkommen und sind in der Regel nach ein paar Minuten wieder vorbei.
  • Die plötzlichen Hitzeschübe kündigen sich oftmals durch ein Druckgefühl im Kopf oder ein generelles Unbehagen an.
  • Oft beginnt auch das Herz schneller zu schlagen.
  • Durch die Hitzewallung weiten sich die Blutgefässe und die Durchblutung in den äusseren Körperregionen nimmt zu: die Haut errötet, die Hauttemperatur steigt und der Schweiss bricht aus.
  • Manchmal kann sich der Vorgang dann umkehren: durch das Schwit­zen sinkt die Körpertemperatur und betroffene Frauen beginnen zu frieren.

Mit der Ernährung gegensteuern

Mit der passenden Ernährung können Beschwerden in den Wechseljahren gemildert werden. Von Vorteil ist die mediterrane Küche: viel Obst und Gemüse, frische Kräuter, gute Pflanzenöle und Fischgerichte. Zusammen mit regelmässiger Bewegung an der frischen Luft lässt sich durch diese Ernährungs­weise leichter das Normalgewicht halten oder erreichen. Das ist auch in den Wechseljahren wichtig, da Übergewicht Hitzewallungen und Schweissausbrüche ebenfalls begünstigen kann.

Manche Studien schreiben den soge­nannten Phytoöstrogenen, das sind natürliche Substanzen mit östrogenähn­licher Wirkung, einen positiven Effekt auf Hitzewallungen und Schweissausbrüche zu. Sie sind zum Beispiel in Soja, Leinsamen oder Beeren enthalten.

Das sollten Sie vermeiden: Scharfe Lebensmittel oder Gewürze können Hitzewallungen auslösen oder verstärken. Besser sind leicht verdauliche und wenig gewürzte Mahlzeiten.

Trinken ist das A und O

Genügend Wasser trinken ist in den schweisstreibenden Zeiten der Wechseljahre besonders wichtig. Warme Getränke, vor allem Kaffee und Schwarztee, sollten zurückhaltend konsumiert werden. Gekühlte Durstlöscher und fruchtige Snacks wie Wassermelone oder Orangen sind eine gute und gesunde Alternative.

Kräuter gegen Hitzewallungen

Auch mit pflanzlichen Präparaten kann man den Hitzewallungen entgegenwirken: Salbei zum Beispiel hat eine schweiss­hem­mende Wirkung. Frauenmantel, Traubensilberkerze und Mönchspfeffer-Tee werden ebenfalls eingesetzt, um Beschwerden wie Hitzewallungen in den Wechseljahren zu lindern.

Die Hormon­ersatz­therapie – ist das was?

Sollten die Begleiterscheinungen der Wechseljahre das Leben der betroffenen Frauen stark beeinträchtigen, kann eine Hormonersatztherapie zum Thema werden. Diese birgt jedoch gesund­heitliche Risiken und muss in jedem Fall mit dem Arzt abgesprochen werden.

Weitere hilfreiche Tipps

  • Alternativmedizin: Akkupunktur kann ebenfalls zur Linderung beitragen und die Intensität und Häufigkeit von Hitzewallungen reduzieren.
  • Entspannung: Stress oder Angstzustände können ebenfalls zu Hitzewallungen führen. Sich bewusst zu entspannen ist auch in diesen Zeiten des Umbruchs wichtig.
  • Kleidung in Schichten: Von Hitzewallungen geplagte Frauen sollten mehrere Schichten dünner Oberteile anziehen, damit bei Bedarf ein Kleidungsstück ausgezogen werden kann. Natürliche Materialien wie Baumwolle, Seide oder Leinen sind luftdurchlässig und somit besser geeignet als synthetische Fasern.
  • Kühles Schlafzimmer: Gegen nächtliche Hitzewallungen hilft eine möglichst kühle Temperatur im Schlafzimmer. Ausgiebiges Lüften vor dem Zubettgehen, ein dünnes Nachthemd und eine leichte Bettdecke können ebenfalls zu einer besseren Nachtruhe beitragen.

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