Blutvergiftung (Sepsis)

Bei einer Blutvergiftung (Sepsis) ist der Körper nicht mehr in der Lage eine Infektion abzuwehren.

Überblick

Bei einer Blutvergiftung (Sepsis) ist der Körper nicht mehr in der Lage eine Infektion abzuwehren. Es kommt zu Fieber, Verwirrtheit, Blutdruckabfall und im schlimmsten Fall zu einem Multiorganversagen. Wichtige Säulen der Therapie sind Antibiotika und Flüssigkeitsersatz über die Vene.

Symptome

Hauptsymptome

Weitere Symptome

  • Tiefer Blutdruck (Septischer Schock)
  • Punktartige oder flächige Hautblutungen
  • Atemnot
  • Nackensteife
  • Bauchschmerzen
  • Abszesse durch Streuung von Bakterien auf dem Blutweg in innere Organe
  • Multiorganversagen (Funktionsausfall von mehreren Organen, z.B. Nieren-, Lungen- oder Herzversagen)

Ursache und Behandlung

Ursachen

Ausgangspunkt ist eine Infektion, von der aus Bakterien (seltener Pilze oder Viren) in die Blutbahn gestreut und in andere Organe verschleppt werden. Potenzielle Ausgangspunkte sind:

Weiterer Verlauf in der Arztpraxis / im Spital

Eine Sepsis ist ein sehr schweres Krankheitsbild und erfordert eine Behandlung auf der Intensivstation. Leider kann es trotz dem Ausschöpfen aller möglichen Therapien zu einem Multiorganversagen mit tödlichem Ausgang kommen.

Mögliche Untersuchungen
  • Blutuntersuchung (u.a. Suche nach Bakterien)
  • Urinuntersuchung
  • Wundabstriche, Abstriche von Kathetern
  • Hirnwasser-Untersuchung
  • Röntgen
  • CT (Computertomographie)
  • Ultraschall
  • MRI (Magnetresonanztomographie)
Mögliche Therapien
  • Antibiotika
  • Flüssigkeits-Ersatz über die Venen (Infusion)
  • Medikamente gegen Pilze
  • Medikamente zur Stabilisierung des Kreislaufs (z.B. Noradrenalin)
  • Operation
  • Beatmung
  • Nierenersatz-Verfahren (Dialyse)

Wann zum Arzt?

  • Bei hohem Fieber, verbunden mit
    • Bewusstseinstrübung
    • Verwirrtheit
    • kalter Haut
    • vorangegangenem Infekt (wie z.B. Blasenentzündung)

Synonyme

Blutvergiftung, Sepsis, Septischer Schock

Haftungsausschluss

Die CSS übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben. Die publizierten Angaben ersetzen in keinem Fall den fachkundigen Rat von Arzt und Apotheker.