Syphilis

Syphilis (Lues) gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen.

Überblick

Syphilis (Lues) gehört zu den sexuell übertragbaren Erkrankungen. Die Symptome sind vielfältig und treten unter Umständen erst nach Jahren auf. Typisch ist u.a. ein schmerzloses Geschwür im Genital- oder Mundbereich. Die Therapie erfolgt mit Antibiotika. Safer-Sex Regeln bieten guten Schutz vor einer Ansteckung.

Symptome

Die Syphilis verläuft in 4 Stadien.

Erstes und zweites Stadium

  • Schmerzloses, hartes Geschwür im Genital- oder Mundbereich
    • Heilt innerhalb Wochen von selbst ab
  • Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen
  • Lymphknotenschwellung
  • Müdigkeit
  • Hautausschlag (auch Hand- und Fussflächen)
  • Nässende Bläschen, insbesondere in Hautfalten

Drittes Stadium

Dauer Monate bis Jahre, zu Beginn häufig ohne Beschwerden. Im Verlauf:

  • Entzündung der Blutgefässe
  • Bildung von „Gummen“ (Knoten, die unter der Haut liegen und gummiartigen Eiter enthalten)

Viertes Stadium

  • Schlaganfall
  • Schädigung des Rückenmarks (v.a. Bauch und Beine betroffen)
    • Gefühlsstörungen
    • Gleichgewichtsstörungen
    • Schmerzattacken
  • Hirnhautentzündung
  • Gedächtnisstörungen und Veränderung der Persönlichkeit
  • Lähmungen der Arme / Beine
  • Gangstörungen
  • Störung der Augenpupillen („Argyll-Robertson-Pupillen“)

Ursache und Behandlung

Ursachen

Ursache ist das Bakterium Treponema pallidum. Die Übertragung erfolgt über Körperflüssigkeiten:

  • Während dem Geschlechtsverkehr (Sperma, Vaginalsekret)
  • Bei der Geburt (wenn die Mutter infiziert ist)
  • Bei direktem Kontakt mit infiziertem Blut

Weiterer Verlauf in der Arztpraxis / im Spital

Mögliche Untersuchungen
  • Blutuntersuchung (Suche nach Antikörpern)
  • Abstriche: Bläscheninhalt, Eiter, Hirnwasser
Mögliche Therapien
  • Antibiotika

Was kann ich selbst tun?

Um einer Infektion mit Syphilis vorzubeugen gelten die Safer-Sex Regeln:

  • Sexualkontakt nur mit Kondom oder Femidom
  • Kein Sperma oder Blut (auch Menstruationsblut) in den Mund, nicht schlucken

Wann zum Arzt?

  • Bei Juckreiz, Brennen oder Ausfluss im Genitalbereich
  • Nach risikoreichem Geschlechtsverkehr, also v.a. nach ungeschütztem Sex ausserhalb fester Partnerschaften
    • Insbesondere wenn Fieber oder sonstige Krankheitszeichen auftreten
  • Wenn beim Sexualpartner eine Geschlechtskrankheit bekannt ist / wird

Weitere Informationen

Bundesamt für Gesundheit (BAG)
www.bag.admin.ch

AIDS-Hilfe Schweiz
www.aids.ch

Synonyme

Syphilis, Lues, harter Schanker, Lues venerea, Maselsucht, Franzosenkrankheit

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