Unterfunktion der Schild­drüse verlang­samt alles

Hormone fehlen: Schilddrüsenunterfunktion und ihre Folgen Hormone fehlen: Schilddrüsenunterfunktion und ihre Folgen

Wenn die Schilddrüse nicht genü­gend Hormone produziert, hat das Auswirkungen auf das ganze Leben. Betroffene sind müde, energielos, frieren verstärkt und nehmen zu. Die Schilddrüsen­unterfunktion bleibt oft lange unerkannt, weil die Symptome allgemeiner Natur sind.

Welche Symptome deuten auf eine Schilddrüsen­unterfunktion hin?

Die Zeichen einer Schilddrüsenunter­funktion sind sehr unspezifisch, weshalb sie auch schwierig zu erkennen ist. «Man ist etwas lustlos, hat weniger Energie, kann sich schlecht konzentrieren», sagt Hans Steinert, Geschäftsführer des Schilddrüsenzentrums Hirslanden Zürich.

Typische Symptome

  • Lustlosigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • fehlende Energie
  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit
  • Verstopfung
  • Libidoverlust
  • häufiges Frieren

Was passiert bei einer Unterfunktion in der Schilddrüse?

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion, in der Fachsprache Hypothyreose genannt, ist die Produktion von Schilddrüsen­hormonen vermindert. In der Folge fehlen für den Stoffwechsel und andere wichtige Aktivitäten im Körper die Hormone. Der TSH-Wert, der dem Gehirn signalisiert, wie viele Hormone produziert werden müssen, ist bei einer Unterfunktion hoch.

Betroffenheit und Risikofaktoren

Wie bei allen Schilddrüsenerkrankungen sind Frauen stärker betroffen als Männer. Die Thyreoidits Hashimoto ist ein besonders häufiges Krankheitsbild innerhalb der Unterfunktion. Typische Risikofaktoren bei Hashimoto sind Rauchen oder Stress. In der Schweiz sind etwa 0,5 bis 1% der Bevölkerung von einer Unterfunktion betroffen.

Grundsätzlich funktioniert alles langsamer, weil dem Körper die Schilddrüsenhormone fehlen.

Thyreoiditis Hashimoto

Hashimoto ist eine spezifische Form der Schilddrüsen­unterfunktion, die in der Schweiz relativ häufig vorkommt. Dabei handelt es sich um eine Autoimmun­erkrankung, bei der die Schilddrüse chronisch entzündet ist. Es gibt 2 Verlaufsformen des Hashimotos:

  1. Es kommt zu einer Vergrösserung der Schilddrüse, die aber schlecht funktioniert.
  2. Es kommt infolge der chronischen Entzündung zu einer Verkleinerung der Schilddrüse. In der Fachsprache wird dies als atrophische Form bezeichnet.

Hormonersatz als Therapie

Eine Thyreoiditis Hashimoto kann grundsätzlich nicht gestoppt werden. Die chronische Entzündung hört von selbst auf. Eine Hormonersatztherapie gleicht die fehlenden Schilddrüsenhormone aus. «Viele Menschen nehmen Nahrungsergänzungsstoffe ein. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die Bildung von Schilddrüsenhor­monen. Eine gute Einstellung mit Schilddrüsenhormon garantiert eine hohe Lebensqualität», sagt Hans Steinert. Wenn die Schilddrüse mit einer Hormonersatztherapie gut eingestellt ist, kann die Ernährung das Wohlbefinden stärken.

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