Kürbis: Der Tausend­sassa in der Küche

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Kalorienarm, nährstoffreich, vielfältig in Form und Farbe und dabei schmackhaft: Der Kürbis ist in der Küche ein Tausendsassa. Denn aus ihm lässt sich viel mehr zubereiten als die cremige Standard-Suppe.

Der Kürbis hat Karriere gemacht

Während er früher als Arme-Leute-Essen galt und in der Lebensmittelindustrie zum Strecken von Fruchtaufstrichen herhalten musste, ist er heute eine feste Grösse auf jedem Vegi-Büfett, und auch in Feinschmecker-Lokalen gehört er inzwischen ins Repertoire.

Tausendsassa in der Küche

Kein Wunder: Kürbisse sind unschlagbar vielseitig. Weil sie einen dezenten Eigengeschmack haben, lassen sie sich gut mit anderen Zutaten und Gewürzen kombinieren. Es gibt praktisch nichts, was sich aus Kürbissen nicht zubereiten liesse: Püree, Risotto oder Suppe zählen zu den beliebten Klassikern.

Kürbisse schmecken aber auch roh, etwa geraffelt im Salat oder püriert im Smoothie.

Sie machen sich gut als Zutat für Brote oder Muffins. Zudem als süsses Mousse oder fruchtiges Sorbet. Wer jetzt im Herbst eine warme Mahlzeit schätzt, kommt ebenfalls auf seine Kosten: Einfach Kürbisspalten mit Olivenöl einstreichen, würzen, nach Belieben mit Parmesan bestreuen, im Ofen backen. Mit einer Scheibe Brot ein perfektes und schnell zubereitetes Essen.

Schmackhaft und gesund

Kürbisse schmecken in allen denkbaren Variationen. Sie sind darüber hinaus bekömmlich und gesund:

  • Sie bestehen zu 90 Prozent aus Wasser und sind deshalb kalorienarm.
  • Kürbisse enthalten zudem zahlreiche Mineralstoffe wie Eisen und Kalium.
  • Kürbiskerne haben einen besonders hohen Anteil an Vitaminen, Mineralien und Protein. Sie sind – geschält und geröstet – die ideale Zwischenverpflegung und als Topping für Müeslis, Suppen oder Salate beliebt.
Das orangefarbene Fruchtfleisch ist reich an Beta-Carotin.
  • Dieses Provitamin wandelt der Körper in Vitamin A um, welches dabei hilft, Haut und Schleimhäute gesund zu halten und am Sehvorgang beteiligt ist.

Erstaunliche Vielfalt

Der Kürbis zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Erde. Es handelt sich wie bei Auberginen oder Gurken um Fruchtgemüse, also Gemüsepflanzen, deren oberirdisch wachsende Früchte essbar sind. Kreative Köche und Köchinnen verwerten von der Kürbispflanze zudem gerne Sprossen, Blüten oder Blätter.

Es gibt mehrere hundert Kürbissorten, die sich in Form, Farbe und Grösse unterscheiden. Beliebt und bekannt sind vor allem folgende Sorten:

Gerstotto mit Kürbis

Gerstotto mit Kürbis
Gerstotto mit Kürbis
Zutaten (für 2 Personen)
  • 1/3 Butternusskürbis
  • 1,5 EL Olivenöl
  • 200 g Champignons
  • 2 EL Baumnüsse
  • 1 kl. Stück Butter
  • 3 Salbei Stiele
  • 60 g Rollgerste
  • 1 kl. Beutel Spinat
  • 80 g Gorgonzola
  • Salz & Pfeffer
Zubereitung
  1. Gerste aufsetzen und nach Packungsanleitung kochen. Währenddessen Kürbis entkernen und in kleine Würfel schneiden. Danach Champignons putzen und vierteln und Salbeiblätter vom Stiel abzupfen.
  2. Kürbiswürfel in einer grossen Bratpfanne mit Olivenöl rundum scharf anbraten, leicht salzen, pfeffern und weiterdünsten. Nach ca. 5 Minuten die Champignons beigeben und fertig braten bis der Kürbis weich ist. 
  3. Das Gemüse in der Pfanne an den Rand schieben und die Butter mit dem Salbei an der Seite kurz aufschäumen lassen. Die Gerste und den Spinat untermischen. 
  4. Gerstotto auf einen Teller schöpfen und Gorgonzola und Walnüssen drüber krümeln.

Tipps zur Aufbewahrung

  • Kürbisse sollten trocken und kühl gelagert werden. Wie lange sie haltbar sind, hängt von der Sorte ab: Spaghettikürbisse halten wenige Wochen, Hokkaidos bis zu vier Monate, Butternüsse bis zu einem Jahr.
  • Angeschnittene Kürbishälften lassen sich im Kühlschrank mehrere Tage lang aufbewahren. Dazu die Kerne und das fasrige Fruchtfleisch entfernen und in Frischhaltefolie einwickeln.
  • Auch einfrieren ist möglich, aber nur gekocht, etwa zu Püree verarbeitet oder als bissfest gedämpfte Scheiben oder Würfel. Innert sechs Monaten aufbrauchen.

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