Warum wir dank Be­we­gung besser schlafen

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Menschen, die sich mehr bewegen, schlafen besser. Aber nicht alle: Geht es in Richtung Hochleistungssport, beeinträchtigt das die Schlafqualität. Sportler wie Cristiano Ronaldo achten deshalb ganz bewusst auf die optimale Erholung im Schlaf – mit teils ungewöhnlichen Schlafmodellen.

Bewegung reduziert Stress

Bewegung ist gut für den Schlaf – soweit nichts Neues und auch nicht weiter verwunderlich. Denn irgendwie scheint es auf der Hand zu liegen: Zum einen fühlt man sich körperlich eher müde, wenn man sich angestrengt hat. Zum anderen hat Bewegung aber auch einen indirekten Einfluss auf den Schlaf, weil Bewegung Stress reduziert und so eine der Hauptursachen für Schlafstörungen bekämpft. Deshalb erstaunt es nicht, dass auch die Schweizer Gesundheits-Befragung bescheinigt: Sportlich Aktive schlafen tendenziell besser als inaktive Menschen.

Sport als Therapie gegen Schlafstörungen

In der Behandlung von Schlafstörungen hat Sporttherapie mittlerweile ihren festen Platz. Serge Brand, Psychologe und Schlafforscher an den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel bestätigt das: «Es gibt eine Fülle an Studien, die zeigen, dass eine Sporttherapie unabhängig von Alter und Geschlecht, sich günstig auf die Schlafqualität auswirkt». Bereits 30 Minuten Laufen am Morgen wirken sich positiv auf objektive Schlafparameter aus. Zum Beispiel beobachteten die Schlafforscher verlängerte Tiefschlafphasen oder schnellere Einschlafzeiten. Die Teilnehmer empfanden auch subjektiv eine bessere Schlafqualität, durch die sie sich tagsüber konzentrierter fühlten.

Sportlich Aktive schlafen tendenziell besser als inaktive Menschen.

Ist Training am Abend schlecht?

Zwar widersprechen sich verschiedene Studien, da einige beteuern, dass der Körper vor allem durch intensiven Sport am Abend angeregt wird und damit schwerer zur Ruhe kommt. Eine Studie mit 52 jungen Erwachsenen zeigt jedoch, dass sich Sport auch 1,5 Stunden vor dem Schlafengehen positiv auf den Schlaf auswirkt.

Auch wenn die Studienlage hier keine eindeutige Aussage zulässt und die Empfehlungen zum Thema Schlaf vielfältig sind: Wer zu wenig Schlaf abbekommt sollte versuchen, mit mehr Bewegung darauf einzuwirken. Es lohnt sich auszuprobieren, welche Tageszeit die passende ist und wie sich Zeit dazu freischaufeln lässt.

Spitzensportler und Schlaf

Sehr hohe Belastungen und umfangreiche Trainings, Wettkämpfe und damit verbundene Reisen scheinen dazu zu führen, dass Elitesportler eher an Schlafstörungen leiden. Deshalb optimieren einige ihren Schlaf und entwickeln individuelle Schlafmodelle, um so ihre Leistung zu verbessern. Das wohl berühmteste Beispiel ist Cristiano Ronaldo.

Schlafen wie Cristiano Ronaldo?

Ronaldo schläft nach dem «polyphonischen Schlafmodell». Er schläft also innerhalb von 24 Stunden fünf Mal jeweils 90 Minuten. So bleibt er am Nachmittag fit, wenn er sonst ein Leistungstief hatte. «Ronaldo zeigt sehr deutlich, dass er dem Schlaf einen sehr hohen Stellenwert beimisst, und seine über Jahr hervorragenden Leistungen geben ihm ja Recht.», so Serge Brand von der Uni Basel.

Wer zu wenig Schlaf abbekommt sollte versuchen, mit mehr Bewegung darauf einzuwirken. Es lohnt sich auszuprobieren, welche Tageszeit die passende ist und wie sich Zeit dazu freischaufeln lässt.

Den eigenen Rhythmus finden

Modelle und Exempel wie jenes von Ronaldo verdeutlichen den Trend der letzten Jahre, dass der Schlaf für Leistungsfähigkeit essentiell ist. Aber seien wir ehrlich: die Umsetzung eines solchen Schlafmodells ist für die meisten von uns unrealistisch. Nichts desto trotz ist es wichtig, die Schlafhygiene als solche zu pflegen und den eigenen Rhythmus zu finden.

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